Historischer Rückblick


Geschichte
50 Jahre Praxis für Physiotherapie Peter Weingarten Jun. - Erinnerungen an Fritz Haase und Peter Weingarten Sen.

 

Wie alles begann...

„Wenn der Junge was kann, dann soll er mal kommen“, sagte Fritz Haase, staatlich geprüfter Masseur, eines schönen Tages in den fünfziger Jahren zur Mutter von Peter Weingarten Senior, ihres Zeichens die Fußpflegerin von Fritz Haase.

 

Gesagt, getan

Aus dem Vorbeikommen wurde der Einstieg von Peter Weingarten Senior in die Massagepraxis von Fritz Haase und der Beginn einer tiefen Verbundenheit zwischen den beiden Familien. 1959 übernahm Weingarten die Praxis und baute sie zur Praxis für physikalische Therapie aus. Als 1963 die Ehefrau von Fritz Haase verstarb, übernahm die Familie Weingarten Betreuung und Pflege des kriegsblinden Fritz Haase bis zu dessen Tod 1970. Der wachsende Erfolg und die steigende Patientenzahl erforderten größere Praxisräume: 1976 zog Peter Weingarten mit der Praxis in die Clemens-August-Straße 5. Marianne Weingarten, die Witwe von Peter Weingarten, die ihn immer tatkräftig unterstützte, erinnert sich an manche Herausforderung und Anekdote aus dieser Zeit. Etwa, wie schwer sich die Patienten damals taten, sich von den altbekannten, fein säuberlich gebügelten Leintüchern auf die neumodischen Frotteetücher umzustellen, die sich bequem im Wäschetrockner trocknen ließen.

 

Förderer des Berufsbildes in der Region

Die körperliche Heilung und das Wohlbefinden von Menschen zu unterstützen, war die große Leidenschaft von Peter Weingarten. Diese beschränkte sich jedoch keineswegs auf den unermüdlichen Einsatz in seiner Praxis. Er wusste Menschen zu bewegen – in jeder Hinsicht. Seine Kompetenz und sein Tatendrang machten ihn schnell zu einem angesehenen Gesprächspartner für Kollegen. Die Wahl zum Leiter der Landesgruppe Mittelrhein der Berufsgruppe für physikalische Therapie ließ nicht lange auf sich warten. In dieser Funktion und als Mitglied des Bundesvorstandes organisierte er in Bonn mehrere bundesweite Fachkongresse für Masseure und Physiotherapeuten mit renommierten Referenten.

Als Sachverständiger für neu eingerichtete Praxen war er im Auftrag der Krankenkassen für deren Zulassung zuständig: Kritisch, sorgfältig und anspruchsvoll konnte er zugleich auch einmal ein Auge zudrücken, wenn ein Haken nicht ganz den Richtlinien entsprach und der Praxiseigner ihm Nachbesserung versprach. Diese fand Weingarten tagsdrauf immer eingelöst. Auch die Gründung einer der bundesweiten Abrechnungsstellen für Masseure und Physiotherapeuten 1978 in Bonn geht auf seine Initiative zurück. 1984 wurde mit einem Tag der offenen Tür das 25-jährige Jubiläum der Praxis gefeiert: ein rundum gelungener Feier-Tag im Kreise von Geschäftspartnern, Patienten, Freunden und Verwandten.

 

Übergabe an die nächste Generation

Einige Jahre war die Praxis ein Familienunternehmen, in dem die Ehefrau und die drei Kinder von Peter Weingarten mitarbeiteten. 1995 übernahm schließlich Peter Weingarten Junior, staatlich gepr. Masseur und medizinischer Bademeister, die Praxis. Nach der Fortbildung zum Physiotherapeuten wurde die Praxis entsprechend erweitert und bietet heute mit drei weiteren, festangestellten Therapeuten und drei Bürokräften das ganze Spektrum der physikalischen Anwendungen und der Physiotherapie.

 

Ein Freund Poppelsdorfs

Als geselliger Mensch mit großer Affinität zum Vereins- und Verbandsleben war Peter Weingarten Sen. nicht nur beruflich hoch aktiv, sondern auch gern gesehenes, umtriebiges Mitglied in vielen Vereinen, insbesondere in Bonn-Poppelsdorf. 1983 übernahm er den Vorsitz des Poppelsdorfer Ortsbundes und initiierte das Poppelsdorfer Straßenfest, das heute fester Bestandteil der Kulturszene Bonns ist. Auch die Pflege des lokalen Brauchtums in allen seinen Schattierungen – von ernsten Gedenktagen bis zu heiteren Festen – hatte er sich zur Aufgabe gemacht. 1999 erhielt er für seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten das Bundesverdienstkreuz. Ein warmherziger, hilfsbereiter und ehrgeiziger Mensch war er, Peter Weingarten Senior. Und durchaus auch streitbar: Ausgestattet mit einer liebevollen Hartnäckigkeit, konnte er unaufhaltsam sein, wenn es um die Durchsetzung von Anliegen ging, die ihm am Herzen lagen. Sei es in Bezug auf die Berufsgruppe, den Ortsbund oder im privaten Bereich. Peter Weingarten verstarb am 26. Juli 2008, ein Jahr, nachdem Lungenkrebs bei ihm diagnostiziert wurde. Seine Beerdigung, an der über 500 Menschen teilnahmen, war bei aller Trauer ein Fest – ganz so, wie er selbst eines in seinem Poppelsdorf ausgerichtet hätte.

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